10 Fragen und Antworten für Ihren geruhsamen Schlaf.

1. Was passiert im Schlaf?

Die Herzfrequenz verringert sich auf ca. 50 Schläge pro Minute. Die Körpertemperatur sinkt um rund 0,4 Grad Celsius. Früh morgens ist sie am niedrigsten. Die Stoffwechselfunktionen werden heruntergesetzt und die Muskelspannung lässt im Schlaf deutlich nach. Zudem werden bestimmte Hormone, wie beispielsweise das Wachstumshormon, ausgeschüttet. Dieses spielt eine entscheidende Rolle bei der Regeneration unserer Zellen und bei der Bildung neuer Eiweißstoffe.

2. Wie lange soll ich schlafen?

Ein generell gültiges Schlafmaß gibt es nicht. Die Frage kann nur für jeden einzelnen Menschen individuell beantwortet werden. Es gibt jedoch einige Eigenschaften des natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus, die für jeden gelten.

Die spontane Schlafdauer der meisten Erwachsenen liegt zwischen sieben und neun Stunden pro Nacht. Kurzschläfer kommen mit vier bis fünf Stunden aus, um sich ausgeruht zu fühlen. Andere Menschen brauchen über zehn Stunden Schlaf. Die Schlafvorliebe ist vermutlich erblich festgelegt. Wichtig für den gesunden Schlaf ist, dass jeder für sich erkennt zu welchem Schlaftypen er gehört.

3. Ist Schlafen altersabhängig unterschiedlich?

Dass Schlafbedürfnis verändert sich im Laufe des Alters: Während ein Baby rund 18 Stunden täglich schläft, kommt ein
10-Jähriger mit rund 8 Stunden am Tag aus, ein Erwachsener schon mit 7 Stunden. Mit 70 Jahren reichen bereits 5 bis
7 Stunden Schlaf. Kleine "Nickerchen" am Tag erhöhen bei älteren Menschen die Gesamtschlafdauer aber etwas. Mit zunehmendem Alter nimmt das Schlafbedürfnis also ab.

4. Wie warm sollte mein Schlafzimmer sein?

Experten empfehlen ein wohl temperiertes Schlafzimmer zwischen 15°C bis 17° C. Im Sommer wird diese Temperatur oft überschritten, so dass man für ein gutes Schlafklima zu leichten Sommerbetten greifen sollte.

Ein Schlafzimmer sollte nie zu kalt sein, auch wenn man ein warmes Winterbett nutzt und gerne bei offenem Fenster schläft. Moderat warme, trockene Luft nimmt die Transpirationsfeuchtigkeit des Schläfers (ca. 0,2 Liter) besser auf. In einem kalten Raum schlägt sich die Atemluft an den Scheiben oder sonst wo nieder.

5. Wie oft soll man Bettbezüge wechseln?

Unsere empfindliche Haut arbeitet wie die Lunge: Sie atmet und entgiftet. Die Schweißdrüsen sind im Einschlafstadium sogar verstärkt aktiv. Während wir schlafen, gibt der Körper bis zu einem Liter Feuchtigkeit ab, zwei Drittel über die Haut. Deshalb
ist die Luft- und Feuchtedurchlässigkeit der Bezugsstoffe enorm wichtig.

Wir empfehlen, die Bettwäsche wöchentlich zu wechseln, damit Sie ein frisches und harmonisches Bettklima genießen können.

6. Wie lange hält ein gutes Bett?

Vor 20 Jahren war etwa ein Drittel der Bettausstattungen älter als 35 Jahre. Heute liegt das Durchschnittsalter bei ca. 17 Jahren. Würden Sie eine Jeans 17 Jahre lang jeden Tag tragen? Bestimmt nicht!

Das Bett muss „Hautfunktionen“ erfüllen. Es muss die Transpirationsfeuchtigkeit aufnehmen und an die Außenluft „abatmen“.
Die Wiederaufnahme durch die Haut soll dabei vermieden werden. Ein Bett hat irgendwann seine guten Dienste getan. Bei sachgemäßer Pflege lassen diese Dienste nach sechs bis acht Jahren deutlich nach. Spätestens dann sollte die oft äußerlich noch gute Zudecke ausgetauscht werden.

Daunenbetten sollten nicht älter als zehn Jahre sein, sofern Sie nicht schon aus hygienischen Gründen einen früheren Austausch vorziehen. Kopfkissen müssen auf jeden Fall früher erneuert werden – etwa alle zwei bis drei Jahre. Denn
neben der ausgeschwitzten Flüssigkeit, nimmt das Kissen auch einen Teil der feuchten Atemluft auf.

Um guten Schlafkomfort zu gewähren, sollte auch eine Matratze nach spätestens zehn Jahren durch eine neue,
frische ersetzt werden.

7. Wie groß sollte meine Zudecke sein?

Eine Zudecke darf besser etwas größer als zu klein sein. Durch die natürliche Schlafmotorik bewegt sich der Mensch bis zu zehn Mal pro Stunde. Damit man sich umdrehen kann, ohne einen Körperteil frei zu legen, sollten Länge und Breite der Decke großzügig bemessen sein. Bei ausgestrecktem Körper muss das Bett an beiden Seiten gut aufliegen und vom Kinn ca. 20 cm über die Füße hinausreichen.

8. Was ist ein Nackenstützkissen?

Moderne Anspannung am Tage erfordert zeitgemäße Entspannung in der Nacht. Traditionelle Kissen bieten oft nicht die er- forderliche Entlastung für den Kopf. Liegt der Kopf in Rückenlage zu tief, werden die vorderen Halsmuskeln zu stark gedehnt.
Liegt er zu hoch, die Nackenmuskeln. Der Schläfer reagiert auf jede unbequeme Lage. Dadurch wird der Schlaf erheblich gestört.

Nackenstützkissen betten Kopf und Nacken in eine natürlich entspannte und körpergerechte Lage. Herausnehmbare Einlege- platten machen eine individuelle Höhenanpassung möglich.

9. Warum gibt es verschiedene Bettenfüllungen?

Hochwertige Daunenfüllungen bieten dem Liebhaber natürlicher Materialien bei hoher Qualität und entsprechender Verarbeitung einen angenehmen, natürlichen Schlafkomfort. Markenfaser-Füllungen bieten vor allem Pflegeleichtigkeit.

Inzwischen werden auch Steppbetten mit Cashmere-, Kamelhaar- und Wildseiden-Füllungen angeboten, die extrem weich und anschmiegsam sind. Um ein besseres Volumen zu erzielen, werden diese Füllungen oft mit Schafschurwolle gemischt. Jede Füllung hat ihre spezifischen Eigenschaften – ganz nach den Vorlieben des Kunden. Auch Allergien spielen hier eine wichtige Rolle.

10. Was tun, wenn die Bettdecke oder das Kissen noch relativ neu, aber schmutzig sind?

Sie können Kissen und decke selbst reinigen. Wenn Sie Ihr Bettzeug gemäß der Pflegeanleitung auf dem Etikett waschen, können Sie dies mehrmals ohne Qualitätseinschränkung tun.